Dienstag, 24. März 2015

#missionundercover 4 | Janome Coverpro 1000 und die Entscheidung!

Wahnsinn, so schnell kann es gehen. Heute ist schon letzter Testbericht bei der #missionundercover in Kooperation mit der Nähwelt Flach dran! Um was es bei der Aktion geht, könnt Ihr hier nochmal nachlesen!

Ich muss zugeben, dass ich auf meine letzte Maschine sehr gespannt war. Natürlich habe ich mir dafür auch ein Coverprojekt ausgesucht.
Genau zu dem Zeitpunkt durfte ich für Sarah von mommymade das LayerLook Shirt probenähen und das ist einfach zum Covern perfekt geeignet! Und hier kommt auch meine letzte Testmaschine ins Spiel:
 

Janome Coverpro 1000 CPX Limited Edition

Preis: 659 €

Gesamteindruck:
Zuerst war ich sehr beeindruckt von dem viele Zubehör, das ich auspackte. Drei unterschiedliche Nähfüßchen und eine DVD (über das Zubehör) sind bei dieser Sonderedition inklusive dabei. Die Maschine selbst wirkte auf den ersten Blick sehr groß und wuchtig. Sie ist von den Abmaßen wohl die Größte im Test. Was sofort sehr positiv auffällt ist der große Durchlass, der bei den anderen Maschinen zum Teil ja kaum vorhanden war.

Handhabung:
Leider muss ich sagen, dass die Janome bei mir beim Einfädeln sofort durchgefallen war. An dieser Stelle werden bestimmt viele Aufschreien denn ich weiß, dass viele (auch meine Mittester!) das Einfädeln mit der Janome ganz anders empfinden. Aber das ist nun mal hier mein persönlicher Eindruck. Um keine Einfädelfehler zu machen, habe ich mich bei allen Maschinen erstmal an die Anleitung gehalten. Bei der Janome ist diese dreisprachig. Das erklärende Bild befindet sich in der Anleitung auf der linken Seite ganz links. Direkt daneben die niederländische Erläuterung. Die deutsche Übersetzung befindet sich ganz rechts auf der rechten Seite und damit optisch sehr, sehr weit weg von der erklärenden Abbildung. Das fand ich total nervig, denn ständig suchte ich die Beschreibung in der niederländischen Version, d.h. direkt neben der Abbildung. Das Einfädeln ist mit Sicherheit nicht kompliziert, aber man muss durch die Ösen mehrfach hin und wieder zurück und das fand ich total wirr. Zudem denke ich, als jemand der aus der Technik kommt, dass so eine Fadenführung immer fehlerbehaftet ist bzw. eine große Fehlerquelle darstellt.
Die Lautstärke der Janome ist wiederum ein Traum! Die Maschine näht so schön leise und dabei läßt sich die Geschwindigkeit wunderbar regeln. Das war definitiv bei den anderen drei Maschinen nicht der Fall. Ich denke Covereinsteiger haben es dadurch bestimmt am Anfang leichter!

Stichbild:
Die Maschine hat direkt vorne alle Einstellungen abgebildet, was ich sehr praktisch fand.
Der erste Jerseytest fiel auch positiv aus, so dass ich mich gleich an das Shirt für meinen Großen machte. Und hier hatte ich wieder das berühmte Coverphänomen. Mitten drin Fehlstiche. Mal nur kleine aber auch ganz große bzw. viele an einer Stelle.

Die Kapuze für diesen Pulli habe ich genau 6 Mal immer wieder neu gecovert. Mal langsam, mal schnell, mal mit Hebamme, mal mit Handrad und ich hatte immer Fehlstiche.
Am Ende habe ich eine fast "perfekte" Covernaht gelassen und die Fehlstellen per Hand ausgebessert. Aber das ist ja nicht das, was ich mir vom Covern erhoffe bzw. immer machen möchte.


Veronika hat gestern bereits Ihre Erfahrungen zu der Janome Covermaschine geschrieben. Sie hatte die Geduld noch viel an den Einstellungen zu spielen, dann waren die Nähte auch besser. Wir haben im Testverlauf auch von einigen Lesern den Tipp mit den "schwarzen" Nadeln bekommen. Diese sollen die Fehlstiche ebenfalls reduzieren. Das konnten wir leider nicht mehr testen. Jedoch geben wir gerne den Tipp weiter!

Mein Fazit:
Was mich an der Janome Coverpro begeistert hat, war die Nähgeschwindigkeit und Lautstärke der Maschine. Es war die einzige Maschine, bei der ich von Anfang an das Gefühl hatte, dass sie da näht, wo ich möchte und keinen von "0 auf 100" Start hinlegt. Das war sehr angenehm. Der große Durchlass und der vorhandene Freiarm sind natürlich auch toll und erwähnenswert! Jedoch war ich von den Fehlstichen enttäuscht. Ja, auch hier muss man die Geduld zum Einnähen und für die Suche nach der richtigen Maschineneinstellung mitbringen. Für mich persönlich war auch das Einfädeln oder besser gesagt der "Fadenweg" ein k.o.-Kriterium. Und last but not least, hat mich in der Preisklasse die kleine Babylock success einfach mehr überzeugt.

Ich muss gestehen, dass ich nach mehreren Versuchen, auf die Covernähte an den Lagenärmeln des Shirt verzichtet habe. Ich hatte hier definitiv nicht die Geduld und Zeit gehabt und hab den Rest herkömmlich mit Zierstichen meiner normalen Nähmaschine abgesteppt:

Das "LayerLook Shirt" wurde hier im Haus mit Begeisterung angenommen - Mission also auch wieder erfüllt! Hier könnt Ihr noch die gestern bereits gezeigte Kurzarm-Version des Schnittes sehen, das auch beim Probenähen entstanden ist!

Das war nun mein letzter Testbericht bei der #missionundercover. Und ja, ich habe mich für eine Covermaschine entschieden und die kommt hoffentlich heute auch hier an. Ich bin sehr gespannt und voller Freude um meine neue Nähparkerweiterung!

Mein Gesamtfazit:
Eine einfache und schnelle Entscheidung war es für mich definitiv nicht. Dafür war die Preisspanne zwischen den Maschinen einfach enorm und jede Maschine hatte ihre Plus und Minuspunkte. Eindeutig war in diesem Fall wirklich nichts. Fakt ist, dass jede der Maschinen eingenäht werden muss und dass man beim Covern auch etwas Übung und Geduld braucht. "DIE" Covermaschine gibt es einfach nicht. 
Jeder sollte sich daher die Frage stellen, was für ihn persönlich beim Covern wichtig ist. Für mich war letztlich das entscheidende Kriterium die Bequemlichkeit. Ich mag nicht bei jedem Stoff an drei Stellschrauben drehen, bevor das Ergebnis stimmt. Ich mag nicht am Ende des Nähens noch auf einen Stück Stoff drauf nähen und ich möchte gerade beim Covern schnell den Faden bzw. die Farbe wechseln. Daher ist meine Entscheidung auf die Babylock BLCS Coverstich gefallen.

Ich habe jedoch lange überlegt, ob ich nicht die "kleine Schwester" die Babylock SC4 (hier mein Bericht dazu) nehme, denn die hat für mich persönlich einfach perfekt genäht. Da ich viel nähe, möchte ich aber aus Bequemlichkeit auf das Abketteln und den schnellen und bequemen Fadenwechsel nicht verzichten, das hat den Ausschlag letztlich zu der teuren Maschine gegeben.

Für alle Covereinsteiger mit weniger Ansprüchen in Punkto Bequemlichkeit bzw. kleinerem Geldbeutel würde ich die Babylock SC4 empfehlen. Platz 3 belegt bei mir die Janome Coverpro 100 CPX und Platz 4 geht an die Merrylock. 
 
Morgen geht die #missionundercover bei Doro und ihrem persönlichen Fazit weiter. Ich bin sehr gespannt, wie das ausfällt!

Alle Coverlockmaschinen für diese Testreihe wurden uns zur Verfügung gestellt von der Nähwelt Flach. Dafür ein dickes Dankeschön an Herrn Flach und sein Team! Ein ganz herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle jedoch der Organisatorin dieser Mission: Miri! Danke liebe Miri, ohne Dich würde ich immer noch vom Covern träumen, statt es endlich selbst zu tun! Und den anderen Mädels des Testteams danke ich für die tolle und sehr sehr lustige Zeit! Es hat mir wahnsinnig viel Spaß mit Euch gemacht!

Und Euch danke ich für die zahlreichen Kommentare zu unserer Mission und dafür, dass Ihr zu Ende gelesen habt!

Liebe Grüße
Eure Johy


Schnitt: Layer Look Shirt vom mommymade
Stoffe: Jersey von Michas Stoffecke
Verlinkt zu: out-now, made4boys, kiddi-kram

Kommentare:

  1. Da hab ich doch ne kleine Träne im Auge, dass jetzt schon das Ende der tollen Mission eingeläutet wurde... Toller Bericht, tolles Shirt und tolle Wahl!! :-)

    Liebste Grüße
    Doro

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  2. Liebe Johy,

    vielen Dank für deine tollen Tests. Ich bin mir immer noch unschlüssig, ob ich mir eine Covermaschine kaufen werde. Aber ich fand die Einblicke ins covern und den Überblick über die verschiedenen Modelle von dir und den anderen sehr sehr hilfreich und interessant.

    Das Shirt ist übrigens richtig toll geworden :-)

    LG,
    Kerstin

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  3. Die Testreihe war ein voller Erfolg und das Fazit ist eigentlich schon das Highlight, das mich am meisten interessiert. Denn ob ich eine will, brauche und welche da schwanke ich noch immer..... Ganz tolle Test hast Du gemacht, sehr übersichtlich mit Preisangaben und ich grüble weiter ;-P Dir ein fettes Dankeschön!

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  4. Mir geht's ähnlich wie Sternbien! Aber dann denk ich mir wieder, wenn ich ständig abwäge, muss ich die haben, oder nicht? Hmmmm...., eine tolle Erweiterung ist es allemal! Und die Maschine muss laufen. Dass Du die Geduld hattest, die Kapuze so oft zu covern imponiert mir. Spätestens beim dritten Mal hätte ich das Teil in die Ecke geschmissen.
    Danke für deine tollen Berichte!!!

    Viele liebe Grüße
    Christiane
    P.S. und das Shirt ist super geworden! ♥♥♥

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  5. Oh, ich habe ja garnicht geahnt, wieviele Nerven Dich die Kapuze gekostet hat! Ich hätte beim 2. Mal aufgegeben, glaub ich.
    Danke, dass Du dabei warst, udn durchgehalten hast, an der Cover und dieses tolle Shirt beigetragen hast!
    ...und die Tests sind Gold wert! ich schleiche weiterhin um eine Cover herum ;-)
    LG,
    Sarah

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  6. Da sieht man einfach mal wieder, dass Maschine und Mensch einfach zusammenpassen müssen - nur, weil andere das Einfädeln easy finden, muss es bei einem selbst nicht auch so sein und andersrum. Danke für den schönen Fazitpost! Und danke für Deine lieben Worte! Die Aktion hat mir nicht nur eine Covermaschine, sondern auch liebe neue Bloggerfreundinnen gebracht :-*

    Viele Grüße
    Miri

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  7. Huhu...toll das ihr die Maschinen alle getestet habt. Ich habe die elna...baugleich mit der janome. .aucb viele fehlstiche gehabt. ..je mehrr*Kilometer*sie hat. ..desto besser. ..aber mejne frage....wid geht das mitcder Hebamme über dicke stellen...das habe ich nicht verstanden. ..und was sind schwarze Nadel n....danke für eine Antwort. ..liebe grüße sandra

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    1. Liebe Sandra, danke! Die Hebamm ist ein Stück Stoff, welches man bei Erhöhungen (z.B. bei Quernähten) zusätzlich unter den Nähfuß legt. Schau mal bei Miri, die hat es in ihrem Testbericht zu der Janome gezeigt.
      Die "schwarzen Nadeln" sind von der Fa. Schmetz. Wenn Du es in Googl eingibst, dann bekommst Du direkt einige Anbieter genannt. Vielleicht klappt es damit auch bei Dir besser! Viel Erfolg!
      Liebe Grüße
      Johy

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